Keramikimplantate ersetzen die Zahnwurzel durch eine künstliche Wurzel aus Hochleistungskeramik (Zirkonoxid) statt aus Titan. Sie sind weiß wie der natürliche Zahn, enthalten kein Metall und gelten als besonders gewebefreundlich. In unserem Zahnkompetenzzentrum setzen wir sie seit Jahren als festen Bestandteil der Biologischen Zahnheilkunde ein – geplant in 3D, gesetzt mit navigierter Implantologie.
Für wen Keramikimplantate interessant sind
- Sie möchten grundsätzlich auf Metall im Mund verzichten.
- Bei Ihnen ist eine Metallunverträglichkeit oder Allergie bekannt oder wird vermutet.
- Ästhetik steht im Vordergrund – etwa bei dünnem Zahnfleisch im sichtbaren Bereich, wo ein graues Titanimplantat durchschimmern könnte.
- Sie legen Wert auf einen ganzheitlichen, biologisch orientierten Behandlungsansatz.
Ob ein Keramikimplantat in Ihrer Situation die beste Lösung ist, klären wir im persönlichen Beratungsgespräch anhand von Befund, 3D-Röntgen (DVT) und Ihren Wünschen. In manchen Situationen – etwa bei sehr schmalem Kieferknochen oder besonderen Belastungen – kann ein anderes Vorgehen sinnvoller sein. Wir sagen Ihnen offen, was wir empfehlen und warum.
Vorteile von Zirkonoxid-Keramik
- Metallfrei und biokompatibel: Zirkonoxid ist ein bewährtes Material der Zahnmedizin; es löst keine metallischen Ionen, ist nicht leitend und geschmacksneutral.
- Natürliche Optik: Das Implantat ist weiß – auch bei zurückgehendem Zahnfleisch bleibt das Ergebnis unauffällig.
- Zahnfleischfreundlich: Auf der glatten Keramikoberfläche lagert sich Plaque weniger an; gesundes, straff anliegendes Zahnfleisch ist das Ziel.
- Metallfreie Gesamtversorgung: Die Krone fertigen wir ebenfalls aus Keramik – meist abdruckfrei mit unserem digitalen Scan und der praxiseigenen Zahntechnik.
So läuft die Behandlung ab
- Beratung und Diagnostik: Befund, Fotos, 3D-Röntgen (DVT), Abklärung von Vorerkrankungen und Medikamenten. Im Rahmen der Biologischen Zahnheilkunde prüfen wir vorab auch Gesundheitsmarker wie Vitamin D3, die für die Knochenheilung wichtig sind.
- Digitale Planung: Position, Länge und Durchmesser des Implantats planen wir am 3D-Modell und übertragen die Planung mit navigierter Implantologie exakt in den Mund.
- Einsetzen des Implantats: Der Eingriff erfolgt in örtlicher Betäubung, auf Wunsch in Sedierung oder Vollnarkose. Ergänzend setzen wir körpereigenes PRF (Platelet-Rich Fibrin) zur Unterstützung der Wundheilung ein.
- Einheilung: Das Implantat verwächst in der Regel über einige Monate mit dem Knochen. Provisorien sorgen dafür, dass Sie in dieser Zeit nicht ohne Zahn sind.
- Keramikkrone: Nach der Einheilung erhalten Sie die vollkeramische Krone – passgenau aus unserer Zahntechnik.
- Nachsorge: Regelmäßige Kontrollen und professionelle Zahnreinigung erhalten das Ergebnis langfristig.
Häufige Fragen zu Keramikimplantaten
Halten Keramikimplantate so lange wie Titanimplantate? Moderne Zirkonoxid-Implantate zeigen in klinischen Studien gute mittelfristige Ergebnisse; Langzeitdaten über zehn Jahre sind noch begrenzt. Entscheidend sind – wie bei jedem Implantat – gesunder Knochen, gute Mundhygiene und regelmäßige Nachsorge.
Kann ich von Titan auf Keramik wechseln? Ein Austausch eingeheilter Implantate ist nur in begründeten Fällen sinnvoll. Wir beraten Sie dazu ehrlich auf Grundlage Ihres Befunds.
Wie lange dauert die Behandlung insgesamt? Von der Planung bis zur fertigen Krone vergehen meist drei bis sechs Monate, abhängig von Knochenangebot und Heilungsverlauf.
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Kurz erklärt – aus unserer Praxis
Die Videos geben allgemeine Informationen und ersetzen keine individuelle Beratung; Behandlungsverlauf und -ergebnis hängen von den persönlichen Voraussetzungen ab. Alle Videos sind untertitelt. Mehr in der Mediathek und auf Instagram.